Katzenkauf

Augen auf beim Rassekatzenkauf!

Im exklusiven und exotischen Flair einer gerade modischen Katzenrasse wittern leider manche Menschen eine gute Gelegenheit, ohne viel Aufwand finanziell zu profitieren. Optisch dem Rassebild gleichende Tiere werden willkürlich verpaart, um die Katzenbabys dann für viel Geld und meist viel zu früh abzugeben. Gespart wird dagegen an der Nahrung für die Katzenmutter und ihre Jungen sowie am Entwurmen und Impfen – all das würde schließlich den Reingewinn schmälern.

Tummelplatz für schwarze Schafe

Kostenlose Kleinanzeigenmärkte, vor allem im Internet, sind ein beliebter Tummelplatz solcher Anbieter. Fotos niedlicher Kätzchen sind in Sekundenschnelle hochgeladen und ein Angebotstext rasch geschrieben. Während engagierte Züchter für ihre Kitten höhere drei- bis vierstellige Beträge verlangen, finden Sie im Internet zahlreiche Inserenten, die zwischen 100 und 250 EUR für einen Rassekatzenwelpen oder Rassekatzenmischling verlangen. Falls Sie diese Preise für angemessener halten, bedenken Sie bitte Folgendes:

  • Seriöse Züchter lassen ihre Katzen auf rassespezifische Erbkrankheiten wie chronische Nieren-, Herz- und Augenleiden testen.
  • Seriöse Züchter geben Katzenwelpen nicht vor der 12. Lebenswoche ab. Bis dahin wurden sie gegen Katzenschnupfen & -seuche geimpft (Grundimmunisierung). Der Tierarzt hat sie gründlich untersucht, ggf. entwurmt, mit Mikrochip gekennzeichnet und einen EU-Heimtierausweis ausgestellt.
  • Seriöse Züchter betreiben einen erheblichen Aufwand, indem sie Ausstellungen im In- und Ausland besuchen, ihre Tiere Richtern der Zuchtverbände vorführen und sich mit anderen Züchtern austauschen.
  • Seriöse Züchter erkundigen sich über die künftigen Lebensumstände der Katze und verpflichten Sie vertraglich, Ihre Rassekatze kastrieren zu lassen (sog. Liebhabertier).

All das kostet Zeit und Geld. Angesichts des Aufwands für einen gesunden Rassekatzenwurf ist leicht nachzuvollziehen, dass die „teuren“ Kitten tatsächlich gegen eine Aufwandsentschädigung abgegeben werden – und zwar nicht an jeden.

Auch in Tierheimen findet man Rassekatzen

Tierheime und Tierschutzorganisationen sind ebenfalls gute Anlaufstellen für die Adoption einer Rassekatze. Dort sollten Sie sich auch als Erstes umsehen, wenn es eine Hauskatze sein soll. Tiere aus dem seriösen Tierschutz werden gechippt, geimpft, tierärztlich untersucht und meist auch bereits kastriert abgegeben.

Ihr Verhalten kann maßgeblich dazu beitragen, dass das schnelle Geldverdienen auf Kosten der Tiere nicht länger lukrativ ist, denn im Fall der profitorientierten Vermehrer bestimmt immer die Nachfrage das Angebot.