Kastration

Kastration ist Katzenschutz!

Leider macht unsere Wegwerfgesellschaft auch vor Tieren nicht halt. Jahr für Jahr werden mehr ungewollte Katzen einem ungewissen Schicksal überlassen. Leider lassen viele Halter ihre Katzen nicht kastrieren – aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder Geiz. Um einen Teil des unerwünschten Nachwuchses kümmern sich die vollkommen überlasteten Tierheime und private Organisationen. Doch viele von ihnen müssen zeitweise Aufnahmestopps verhängen oder sind in ihrer Existenz bedroht, da auch die Spenden in wirtschaftlich harten Zeiten nicht mehr so großzügig fließen.

Hauskatzen ohne menschlichen Schutz sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Es ist ein Irrglaube, dass Katzen wunderbar auf sich selbst gestellt draußen zurechtkommen. Selbst verwilderte Katzen sind immer noch Haustiere. Sie sind nicht an die Gefahren der Natur, geschweige denn an unsere industrialisierte Welt angepasst. „Wild“ wirken sie nur, weil sie in vielen Fällen gelernt haben, Menschen zu meiden und zu fürchten – traurigerweise oft aus gutem Grund.

Die Kastration nicht zur verantwortungsvollen Zucht vorgesehener Tiere, unbedingt jedoch von Freigängern und im Freien lebenden Katzen, ist ein wichtiger Schritt aus dieser Misere. Sie ist das einzige nachhaltige Mittel, um Katzenleid auf humane Art zu verhindern. Über die Eindämmung der Katzenflut hinaus hat die Kastration nur Vorteile:

  • Geringeres Krankheitsrisiko: Es kommen keine bereits im Mutterleib infizierten Katzenbabys mehr zur Welt. Bereits geschlechtsreife Tiere werden nach der Kastration verträglicher. Die Gefahr sinkt, dass sie sich bei Raufereien und Paarungsbissen mit Leukose, Katzenaids (FIV) oder anderen Infektionskrankheiten anstecken.
  • Durch den entfallenden Fortpflanzungsstress bauen die Tiere eine bessere Resistenz gegen Krankheiten auf.
  • Die Lebenserwartung der Katzen steigt, weil der Entstehung von hormonell begünstigten Tumoren vorgebeugt wird.
  • Die Tiere werden ortstreuer. Freigänger werden oft häuslicher. Tierschützer können Katzenbestände an Futterstellen besser kontrollieren.
  • Kastrierte Katzen sind entgegen der Meinung vieler Landwirte bessere Mäusefänger – bei unkastrierten Tieren ist der Geschlechtstrieb stets stärker als der Jagdtrieb.
  • Es gibt weniger billig verschacherte und verschenkte Kätzchen, denen oft ein Schicksal in den Händen verantwortungsloser Menschen droht und die im schlimmsten Fall ein grausames Ende als Schlangenfutter oder in den Händen von Tierquälern erleiden.

Als Katzenpsychologin befürworte ich die Kastration uneingeschränkt, um den Tieren körperliches und seelisches Leiden zu ersparen.